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Sie sind nun bereit, andere svn Module in derselben Weise wie kdebase zu kompilieren, KDE4 zu benutzen und zu testen, sowie Ihre eigenen Patches und Anwendungen zu schreiben.
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Sie sind nun bereit, andere svn-Module in derselben Weise wie kdebase zu kompilieren, KDE 4 zu benutzen und zu testen, sowie Ihre eigenen Patches und Anwendungen zu schreiben.
  
Siehe auch die Anleitung [[Getting Started/Set up KDE 4 for development|Set up KDE 4 for development]] um Hilfe beim Starten von KDE4 Anwendungen sowie zur Nutzung von KDevelop zu erhalten.
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Siehe auch die Anleitung [[Getting Started/Set up KDE 4 for development|Set up KDE 4 for development]] um Hilfe beim Starten von KDE-4-Anwendungen sowie zur Benutzung von KDevelop zu erhalten.
  
 
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Revision as of 08:47, 5 June 2007

Template:I18n Getting Started Build KDE4

Contents

Übersicht

Diese Anleitung zeigt einen Weg, KDE auf Linux- und BSD-Systemen zu komplieren und auszuführen. Als Grundlage verwenden wir die Shell. Wenn Sie sich für die Installation auf anderen Systeme wie etwa Solaris, MacOS oder Microsoft Windows interessieren, besuchen Sie bitte Build und folgen Sie den Links am Ende der Seite.

noframe
 
Warning
Stellen Sie sich auf verstärkt auftretende Buildprobleme an Montagen ein, da die Entwickler an diesem Wochentag kritische Änderungen vornehmen. Das Dashboard zeigt unerwartete Probleme beim Kompilieren an.


Benötigte Software

Folgendes muss installiert sein, um dieses Tutorial erfolgreich durchführen zu können:

  • gcc und g++ vom gcc Projekt, vorzugsweise Version 4.1 oder höher
  • svn, der subversion revision control client
  • pkg-config
  • devel-(Entwicklungs-)Bibliotheken und -header für X11, OpenGL (mesa-common-dev und libglu1-mesa-dev), libjpeg, libpng, libungif, libclucene, librdf, libxml2 und libxslt
  • Das makeobj Skript, welches Teil von kdesdk ist. Sie können es als Teil von kdesdk (kdesdk-scripts in Debian) installieren oder von hier einzeln herunterladen: WebSVN
  • das shared-mime-info Paket, welches der freedesktop-MIME-Standard ist, den KDE nun nutzt
  • boost, welches von kdebase gebraucht wird. Nach dem Kompilieren und/oder Installieren von boost fügen Sie das boost-Verzeichnis (das, welches das include-Unterverzeichnis enthält) zu CMAKE_INCLUDE_PATH hinzu, oder kreieren Sie eine Umgebungsvariable namens BOOST_ROOT, die zum boost-Verzeichnis verweist, um cmake den Ort von boost mitzuteilen (FindBoost).

Weiterhin ist es zu empfehlen, folgende Software bereits installiert zu haben:

  • bash

Kubuntu

In Kubuntu 7.04 (Feisty) kann alle zum Bau der Pakete benötigte Software mit folgendem Befehl installiert werden: sudo aptitude install build-essential cdbs debhelper cmake libungif4-dev \ libxml2-dev libxslt1-dev libbz2-dev libclucene-dev librdf-dev \ shared-mime-info libgl1-mesa-dev libglu1-mesa-dev mesa-common-dev \ libxext-dev libjpeg-dev libpng-dev libsm-dev libxinerama-dev \ libxrender-dev libfontconfig-dev libboost-dev libxcursor-dev doxygen

Die manuelle Installation von Qt 4.3, CMake 2.4.6 und DBus kann durch die Installation der folgenden Pakete und ihrer Abhängigkeiten vermieden werden: sudo aptitude install libqt4-dev-kdecopy libdbus-1-dev cmake

Für eine voll funktionstüchtige apidox-Umgebung wird ebenfalls zusätzliche Software benötigt: sudo aptitude install graphviz

openSUSE

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Note
Der openSUSE build service stellt ebenfalls tagesaktuelle KDE-4-Pakete bereit, die das gesamte auf dieser Seite beschriebene Vorgehen überflüssig machen. Weitere Informationen findet man direkt im openSUSE wiki unter KDE4.

In OpenSuse können Pakete mit Hilfe von Zypper installiert werden: sudo zypper install <package-name>

In älteren SUSE-Versionen geht dies nur mit Yast: yast2 -i <packagename>

Die meisten zum Bau von KDE 4 nötigen Pakete sind: xorg-x11-devel, libxml2-devel, kdesdk3, clucene-core-devel, libjpeg-devel, liblrdf-devel, libpng-devel, libxslt-devel, Mesa-devel, giflib-devel, subversion, gcc, gcc-c++

Bereits vorkompilierte CMake-Pakete für openSUSE sind direkt verfügbar im openSUSE build service.

Ein Benutzer für die KDE-4-Entwicklung

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Note
Einige Menschen ziehen es vor, für KDE 4 einen separaten Nutzer-Account einzurichten, um nicht aus Versehen durch noch bestehende Bugs oder ähnliches Daten zu verlieren. Die Anleitung hier basiert auf der Herangehensweise.

Es ist jedoch deutlich effizienter alles mit einem einzigen Nutzer-Account zu machen. Unter Increased Productivity in KDE4 with Scripts findet man mehr Details dazu.

In diesem Fall ist die folgende Anleitung noch immer gültig, jedoch sollten die nötigen Umgebungsvariablen nicht in die .bashrc, sondern in eine separate Datei geschrieben werden, die dann bei Bedarf eingelesen wird.

Option 1: Kommandozeile

useradd -m kde-devel passwd kde-devel

Option 2: Über KControl

Anstatt der oben genannten Befehle kann man auch mit Hilfe des Benutzer-Moduls im KDE-Kontrollzentrum (kcontrol) einen weiteren Benutzer einrichten.

Einrichten der Entwicklungsumgebung

Kopieren Sie die Datei ~/.bashrc von Ihrem normalen Benutzer-Account zu Ihrem neuen kde-devel-Account. Danach fügen Sie den Inhalt der Seite example .bashrc in die Datei ~kde-devel/.bashrc ein. Stellen Sie sicher, dass die Zeile alias make=makeobj auskommentiert ist falls auf Ihrem System das Programm makeobj nicht verfügbar ist. Die neue ~/.bashrc wird mit folgendem Befehl eingelesen: source ~/.bashrc

Nun haben Sie Zugriff auf Befehle wie cmakekde, die in dieser Anleitung genutzt werden. Auch wird so sichergestellt, dass alle wichtigen Umgebungsvariablen (z. B. für die Pfadangaben von Qt, KDE und CMake) richtig gesetzt sind.

Für weitere Informationen lesen Sie bitte Getting Started/Increased Productivity in KDE4 with Scripts.

Zum neuen Benutzer wechseln

Sie können sich nun als Benutzer kde-devel anmelden (der Bindestrich ist wichtig!): su - kde-devel

Der Rest dieser Anleitung geht davon aus, dass Sie alle Befehle als kde-devel ausführen.

Die Shell des Entwicklungsbenutzers

Auf manchen Systemen nutzen neue Benutzer standardmäßig /bin/sh. Wenn dies auf Ihrem System nicht der Fall ist, können Sie diesen Abschnitt überspringen. /bin/sh zu nuzten kann sich als sehr unangenehm erweisen. Daher sollten Sie erwägen, zu /bin/bash oder einer anderen Shell zu wechseln.

Option 1: Als kde-devel-Benutzer

Wenn Sie keine root-Privilegien haben und Ihr System das Wechseln der eigenen Shell mittels chsh unterstützt, können Sie versuchen, Ihre Shell zu /bin/bash zu wechseln, indem Sie Folgendes eingeben: chsh -s /bin/bash kde-devel

Option 2: Als root-Benutzer

Wenn Ihr System die Anwendung usermod beinhaltet, können Sie den folgenden Befehl als root-Benuzter eingeben: usermod -s /bin/bash.

Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung der Anwendung vipw als root-Benuzter, um auf sichere Art /etc/passwd zu editieren. Machen Sie 'kde-devel' in dieser Datei ausfindig und ändern Sie '/bin/sh' am Zeilenende in '/bin/bash'. Speichern Sie die Änderungen und beenden Sie die Anwendung.

Die neue Shell wird automatisch gestartet wenn Sie sich wieder als kde-devel-Benutzer einloggen.

D-Bus

QtDBus und KDE arbeiten mit den D-Bus-Versionen 0.6.2, 0.92 und höher zusammen. Die Versionen 0.60 und 0.61 funktionieren eventuell auch, sind aber ungetestet. Die Versionen 0.90 und 0.91 funktionieren definitiv nicht.

Wir empfehlen, dass Sie eine aktuelle, stabile Version, also größer Version 1.0, benutzen, wenigstens aber Version 0.94.

Wenn Sie eine aktuelle D-Bus-Version auf ihrem System bereits installiert haben oder Ihre D-Bus-Version nicht aktualisieren wollen, können Sie die nächste Sektion überspringen.

Bevor Sie die nächsten Schritte durchgehen sollten Sie sicherstellen, dass die X11-header und -Bibliotheken installiert sind. Das Konfigurationsskript sollte in Zeile 5 Folgendes ausgeben:

Building X11 code:        yes

Das Kochrezept

Ktip.png
 
Tip
Stellen Sie sicher, dass Ihre Umgebung wie beschrieben eingerichtet wurde. Das ist wichtig für das Funktionieren der cs- und cb-Befehle.


cs # 'cs' ist eine Bash-Funktion, klicken Sie hier, um mehr darüber zu lernen 
wget http://dbus.freedesktop.org/releases/dbus/dbus-1.0.2.tar.gz
tar -xvzf dbus-1.0.2.tar.gz
cd dbus-1.0.2/
./configure --prefix=$DBUSDIR --localstatedir=$KDEDIR/var
make
make install
dbus-uuidgen --ensure

Was hier passiert

Wir wechseln in Zeile 1 in das Quellen-Verzeichnis, laden in Zeile 2 den Quellcode von freedesktop.org herunter und entpacken diesen in Zeile 3. In Zeile 4 wechseln wir in das neu erstellte Verzeichnis, und bereiten in Zeile 5 das Kompilieren der Quelldateien vor. Zeile 6 setzt den Kompilier-Vorgang in Gang, Zeile 7 installiert D-Bus, und in Zeile 8 benutzen wir das dbus-uuidgen-Werkzeug, um eine Maschinen-Identifikation zu installieren. Das erlaubt dem bus, automatisch mit der Desktop-Sitzung zu starten.

Achten Sie darauf, dass Sie Schreibrechte auf /var haben, da Sie sie für die letzten beiden Schritte benötigen. Falls Ihr System kein sudo-Kommando unterstützt, können Sie auch su benutzen, z. B. su -c "make install".

Fehlerbehebung

Falls Sie die Fehlermeldung makeobj: command not found bekommen fehlt Ihnen makeobj.

CMake

Überspringen Sie diesen Abschnitt, wenn Sie CMake >=2.4.5 installiert haben. Es sollte Ihnen möglich sein, die Binärpakete zu installieren, die hier verfügbar sind: CMake site. Dort sind ebenfalls distributionsspezifische Pakete zu finden.

Das Kochrezept

cs # 'cs' ist eine Bash-Funktion, klicken Sie hier, um mehr zu erfahren 
wget http://www.cmake.org/files/v2.4/cmake-2.4.6.tar.gz
tar zxf cmake-2.4.6.tar.gz
mkdir cmake-build
cd cmake-build 
../cmake-2.4.6/bootstrap
make
sudo make install

Was hier passiert

Zuerst wechseln wir in das Quellverzeichnis des kde-devel-Benutzers (Zeile 1), laden den CMake-Quellcode herunter (Zeile 2) und entpacken ihn (Zeile 3). Dann erstellen wir ein Verzeichnis, in dem wir CMake kompilieren (Zeile 4) und wechseln in dieses (Zeile 5). Hier führen wir das CMake-bootstrap-Skript aus (Zeile 6), dann den make-Befehl (Zeile 7) und schließlich die Installation als root-Benuzter (Zeile 8).

Wenn Ihr System den sudo-Befehl nicht beinhaltet, können Sie stattdessen Folgendes eingeben: su -c "make install".

Qt

Als nächstes müssen wir uns Qt 4 holen; es befindet sich im KDE-Quell-Repository. KDE kompiliert garantiert gegen jedes Qt 4.3. Qt 4.2 und früher sind nicht unterstützt und funktionieren nicht. Da Qt 4.3 erst kürzlich veröffentlicht worden ist, finden sich wahrscheinlich noch keine Pakete für Ihre Distribution (bekannte Ausnahmen sind Kubuntu und openSUSE). Sie sollten die Kopie auf den KDE-Subversion-Servern verwenden.

Das Kochrezept

cd
svn checkout svn://anonsvn.kde.org/home/kde/trunk/qt-copy
cd qt-copy
./apply_patches
./configure -qt-gif -no-exceptions -debug -fast \
 -prefix $QTDIR -qdbus -pch -nomake examples \
 -nomake demos
make -j2
# make install: Nur wenn QTDIR nicht das momentane Verzeichnis ist!
make install

Was hier passiert

Wir wechseln in das Heimverzeichnis des kde-devel-Benutzers (Zeile 1) und laden den Quellcode mittels Subversion (svn) herunter (Zeile 2). Nach dem Wechsel in das daraus resultierende Verzeichnis qt-copy (Zeile 3), führen wir ein Skript aus, das die Patches integriert, die mit qt-copy kommen (Zeile 4).

Sobald die Patches integriert sind, konfigurieren wir das build mittels des configure-Skripts (Zeilen 5-7). Die verschiedenen Kommandozeilenoptionen werden in der Datei qt-copy/README.qt-copy erläutert. Schließlich kompilieren wir die Mininalanforderungen für KDE (Zeile 8) und installieren Qt (Zeilen 9-10). Wenn Sie alle Beispiel- und Demo-Applikationen installieren möchten, können Sie sie entweder einzeln kompilieren oder einfach den Befehl make im Verzeichnis qt-copy ausführen.

Beachten Sie, dass die Installation keine root-Rechte verlangt, da Qt lokal in $QTDIR installiert wird. Die Installation ist ohnehin nur nötig, wenn $QTDIR sich von $HOME/qt-copy unterscheidet, was nicht der Fall ist, wenn Sie die Anweisungen exakt befolgt haben.

Fehlerbehebung

Wenn Sie die Fehlerausgabe "error: X11/Xlib.h: No such file or directory" erhalten, installieren Sie das devel-Paket von xorg (der Name des Pakets kann in verschiedenen Distributionen abweichen, in (K)Ubuntu z. B. ist er xorg-dev).

Wenn Sie eine Fehlermeldung im configure-Schritt erhalten, die auf "missing defines" hinweist, prüfen Sie den Wert von $QMAKESPEC. Manche Distributionen lassen die Variable direkt auf das standardmäßig installierte Qt verweisen. Wenn der Befehl unset QMAKESPEC das Problem löst, sollten Sie überlegen, ihn zum ~/.bashrc-Skript hinzuzufügen.

Wenn Sie die Fehlermeldung ".pch/debug-shared/QtCore" erhalten, bedeutet dies, dass Qt-4.3 zwar die vorkompilierten header aktiviert hat (wenn Ihr gcc dies unterstützt), es jedoch nicht funktioniert. Wenn Sie distcc nutzen, konfigurieren Sie Qt mit der Option -no-pch. Wenn Sie icecream nutzen, führen Sie ein Update zur neuesten Version von icecream im svn trunk durch.

Versuchen Sie, irgendeine Qt-Applikation zu starten, beispielsweise assistant. Wenn sie in QSpanData::adjustSpanMethods abstürzt, haben Sie ein Problem mit dem Oxygen style. Versuchen Sie, lib/kde4/plugins/styles/kstyle-oxygen.so und lib/kde4/plugins/styles/oxygen.so zu entfernen, wenn sie sich im KDE-Installationspräfix finden.

Strigi

noframe
 
Warning
Wenn Sie diesen Abschnitt erreicht haben, ohne Setting Up The Environment zu lesen, werden die hier angebotenen Rezepte nicht funktionieren. Diese Rezepte sind nicht defekt; cs und cb sind keine Tippfehler. Ihre Umgebung muss korrekt eingerichtet sein, damit diese Instruktionen funktionieren.


Der Code zum Erhalten der Dateimetadaten ist nun von Strigi abhängig. Um Strigi zu installieren, benötigen Sie die Bibliotheken und Header von libz, libbz2, openssl (libcrypto oder libssl), libclucene (=0.9.16; Version 0.9.17 funktioniert nicht), und entweder libxml2 oder libexpat.

Das Kochrezept

cs # cs ist KEIN Tippfehler
svn checkout svn://anonsvn.kde.org/home/kde/trunk/kdesupport/strigi
cd strigi
cmakekde

Was hier passiert

Wir wechseln in das Quellverzeichnis (Zeile 1), laden den Quellcode für Strigi mittels Subversion herunter (Zeile 2) und wechseln anschließend in das neue Verzeichnis ~/src/strigi (Zeile 3). Dann starten wir die Kompilierung (Zeile 4). Wir finden uns im Anschluss an die Kompilierung im build-Verzeichnis von Strigi wieder.

Fehlerbehebung

Wenn Sie

CMake Error: This project requires some variables to be set,
and cmake can not find them.
Please set the following variables:
LIBXML2_INCLUDE_DIR (ADVANCED)

erhalten, sollten Sie das devel-Paket für libxml2 installieren.

Soprano

noframe
 
Warning
Wenn Sie diesen Abschnitt erreicht haben, ohne Setting Up The Environment zu lesen, werden die hier angebotenen Rezepte nicht funktionieren. Diese Rezepte sind nicht defekt; cs und cb sind keine Tippfehler. Ihre Umgebung muss korrekt eingerichtet sein, damit diese Instruktionen funktionieren.


Der Code zum Erhalten von kmetadata für Dateien ist von Soprano abhängig. Um Soprano zu installieren benötigen Sie die Bibliotheken und Header von librdf.

Das Kochrezept

cd $KDE_SRC
svn checkout svn://anonsvn.kde.org/home/kde/trunk/kdesupport/soprano
cd soprano
cmakekde

Was hier passiert

Wir wechseln in das Quellverzeichnis (Zeile 1), laden den Quellcode für Soprano mittels Subversion herunter (Zeile 2) und wechseln anschließend in das neue Verzeichnis ~/src/soprano (Zeile 3). Dann starten wir die Kompilierung (Zeile 4). Wir finden uns im Anschluss an die Kompilierung im build-Verzeichnis von Soprano wieder.

Fehlerbebung

Wenn Sie

CMake Error: Could NOT find REDLAND

erhalten, benötigen Sie librdf aus den Redland-Bibliotheken. Wenn Ihre Distribution das librdf-Paket nicht zur Verfügung stellt, können Sie dessen Quellcode hier herunterladen http://download.librdf.org/source/ und selbst kompilieren. In Gentoo heißt das Paket 'redland' anstatt librdf.

kdelibs

Nachdem wir Qt 4 und Strigi kompiliert haben, können wir nun mit dem Kompilieren der KDE-Basisbibliotheken fortschreiten. Wenn Sie die oben genannte Anleitung bezüglich .bashrc nutzen, kommen Ihnen diese neuen Funktionen im Folgenden gelegen.

Das Kochrezept

cd $KDE_SRC
mkdir KDE && cd KDE
svn checkout svn://anonsvn.kde.org/home/kde/trunk/KDE/kdelibs
cd kdelibs
cmakekde

Was hier passiert

Wir wechseln in das KDE-Quellverzeichnis (Zeile 1), erstellen ein Verzeichnis names KDE und wechseln in dieses (Zeile 2). Dann laden wir den Quellcode der kdelibs mittels Subversion herunter (Zeile 3), wechseln in das neue Verzeichnis ~/src/KDE/kdelibs (Zeile 4) und starten die Kompilierung (Zeile 5). Wir finden uns anschließend im kdelibs-build-Verzeichnis wieder.

Ktip.png
 
Tip
Es könnte einige fehlende Anhängigkeiten auf Ihrem System geben! Sie können in der Ausgabe von cmakekde leicht übersehen werden. Sie können vor dem Kompilieren jeglicher KDE-Module (wie kdelibs, kdepimlibs usw.) cmake $KDE_SRC/KDE/MODULE_NAME ausführen.


Additional KDE-specific CMake modules

Es gibt weitere CMake-Module in kdelibs/cmake/modules/, die für die Kompilierung von KDE4-Applikationen nötig sind. Sie werden mit kdelibs installiert (siehe unten).

Fehlerbebung

Wenn Sie Schwierigkeiten bei der Kompilierung von kdelibs haben, stellen Sie sicher, dass Sie die Software im obigen Abschnitt Required Software installiert haben und dass sie funktioniert. Andere mögliche Probleme sind:

  • Wenn der Befehl cmakekde mit der Ausgabe fehlschlägt, dass CMake ein "out of source" build-Verzeichnis benötigt, entfernen Sie ~/src/KDE/kdelibs/CMakeCache.txt und versuchen Sie es erneut.

Wenn cmakekde dennoch denselben Fehler ausgibt, versuchen Sie Folgendes:

cd
cmake -DCMAKE_INSTALL_PREFIX=$KDEDIR \
-DCMAKE_BUILD_TYPE=debugfull \
-DKDE4_BUILD_TESTS=ON \
~/src/KDE/kdelibs
make
make install
  • Wenn Sie die Fehlerausgabe "Please create a separate build directory and run 'cmake path_to_kdelibs [options]' there." erhalten, müssen Sie in Ihr build-Verzechnis wechseln bevor Sie cmakekde ausführen. (z. B. cs KDE/kdelibs && cb && cmakekde)
  • Wenn Qt nicht oder in einer falschen Version gefunden wird, stellen Sie sicher, dass das qmake der benötigten Qt-Version an erster Stelle (unter den qmake-Einträgen) im Pfad eingetragen ist.
  • Wenn das Problem nach wie vor vorhanden ist, versuchen Sie die CMake make-Option --keep-going.
  • Sie benötigen die libungif-Bibliothek, ansonsten erhalten Sie eine Fehlerausgabe ähnlich "Could NOT find GIF".
  • Qt-4.3-Upgrade: Wenn Sie einen Verknüpfnugsfehler in kjsembed erhalten, der auf die QScriptEngine bezogen ist, editieren Sie CMakeCache.txt in kdelibs und entfernen Sie die Zeilen, die sich auf QT_QTUITOOLS_LIBRARY beziehen, und führen Sie den make-Befehl erneut aus (diese statische Bibliothek hat eine neue Abhängigkeit und der cmake-Code, der diese hinzufügt, benötigt sie, um ausgeführt zu werden).
  • Wenn Sie die Fehlerausgabe CMake Error: KDE Requires Qt to be built with SSL support erhalten, installieren Sie openssl-devel, und rekompilieren Sie Qt.

kdepimlibs

Sie müssen kdepimlibs nach kdelibs, aber vor kdebase installieren.

Das Kochrezept

cs KDE # cs ist KEIN Tippfehler
svn checkout svn://anonsvn.kde.org/home/kde/trunk/KDE/kdepimlibs
cd kdepimlibs
cmakekde

Was hier passiert

Wir wechseln in das KDE-Quellverzeichnis (Zeile 1), laden den Quellcode für kdepimlibs mittels Subversion herunter (Zeile 2) und wechseln anschließend in das neue Verzeichnis ~/src/KDE/kdepimlibs (Zeile 3). Dann starten wir die Kompilierung (Zeile 4). Wir finden uns im Anschluss an die Kompilierung im build-Verzeichnis von kdepimlibs wieder.

kdebase

Für manche kioslaves könnte kdebase benötigt werden.

cs KDE # cs ist KEIN Tippfehler
svn checkout svn://anonsvn.kde.org/home/kde/trunk/KDE/kdebase
cd kdebase
cmakekde

Fehlerbebung

Wenn Sie Schwierigkeiten beim Kompilieren von kdebase haben:

  • Stellen Sie sicher, dass die libxss-Header installiert sind. (Sollten diese nicht installiert sein, erhalten Sie in der Regel undefinierte Verweise auf xscreensaver-Objekte.)
  • which meinproc muss /home/kde-devel/kde/bin/meinproc ausgeben.
  • Wenn cmakekde das kdepimlibs-Verzeichnis nicht finden kann, editieren Sie die Datei $KDE_BUILD/kdebase/CMakeCache.txt und definieren Sie KDEPIMLIBS_INCLUDE_DIR:PATH=$KDE_BUILD/kdepimlibs manuell.
  • Wenn Sie die Fehlerausgabe "Please set the following variables: X11_XTest_LIB (ADVANCED)" erhalten, installieren Sie das devel-Paket von Xtst. Auf manchen Systemen ist es separat von xext gepackt und heißt x11proto-xext-dev oder libxtst-dev. Sie müssen eventuell außerdem nach der Installation dieses Paketes die Datei CMakeCache.txt im build Verzeichnis löschen.
  • Dasselbe gilt für die analoge Fehlerausgabe betreffend der Variable "X11_Xinerama_LIB (ADVANCED)": Sie benötigen das devel-Paket für xinerama.
  • Wenn Sie die Fehlerausgabe "Please set the following variables: FONTCONFIG_INCLUDE_DIR, FONTCONFIG_LIBRARIES (ADVANCED)" erhalten, müssen Sie die libfontconfig-Header installieren.
  • Wenn Sie die Fehlerausgabe "CMake Error: This project requires some variables to be set, and cmake can not find them. Please set the following variables: KMETADATA_LIBRARIES" erhalten, müssen Sie soprano aus kdesupport installieren und dann kdelibs neu kompilieren.
  • Wenn Sie die Fehlerausgabe "‘XserverRegion’ does not name a type" erhalten, stellen Sie sicher, dass Sie die libxcomposite header installiert haben. (In Ubuntu heißen diese libxcomposite-dev.)

Lokale API-Dokumentation erstellen

Obwohl die API-Dokumentation für KDE online unter api.kde.org verfügbar ist, kann es hilfreich sein, sie offline verfügbar zu haben, zum Beispiel wenn Sie KDevelop zum Durchsuchen der Dokumentation nutzen oder wenn Sie nicht ständig online sein können.

Seien Sie sich bewusst, dass das Generieren der API-Dokumentation mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann und knapp ein halbes Gigabyte an Speicherplatz benötigt. Das Generieren wird von einem Skript in kdelibs/doc/api ausgeführt; Sie benötigen doxygen, um es ausführen zu können.

Um die API-Dokumentation für kdelibs zu generieren, geben Sie Folgendes ein:

cs KDE/kdelibs # cs ist KEIN Tippfehler
$KDE_SRC/KDE/kdelibs/doc/api/doxygen.sh \
--doxdatadir=$KDE_SRC/KDE/kdelibs/doc/common .

Wiederholen Sie dies nach Bedarf für andere Module.

Allgemeine Fehlerbehebung

Es kann im Laufe der Zeit nach mehrmaligem Ausführen von svn up vorkommen, dass sich das Ausgabeformat einiger Werkzeuge, die in der KDE-Werkzeugkette benutzt werden, ändert. Zum Beispiel werden kcfg Dateien vom kconfig_compiler gelesen, um die Konfigurationsdialoge zu generieren. Da CMake diese Veränderungen nicht erkennt, kann das Kompilieren fehlschlagen. Eine provisorische Lösung ist, die Regenerierung all dieser Dateien zu erzwingen:

find $KDE_SRC/kde/kdebase -name "*.kcfg" | xargs touch

Dasselbe gilt für ui Dateien wie solche, die mit Qt Designer generiert werden.

Das wars!

Sie sind nun bereit, andere svn-Module in derselben Weise wie kdebase zu kompilieren, KDE 4 zu benutzen und zu testen, sowie Ihre eigenen Patches und Anwendungen zu schreiben.

Siehe auch die Anleitung Set up KDE 4 for development um Hilfe beim Starten von KDE-4-Anwendungen sowie zur Benutzung von KDevelop zu erhalten.


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